Aufgrund des Wirtschaftaufschwungs erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) für das kommende Jahr eine Rentensteigerung um 1,7 Prozent. Dies wäre der höchste Anstieg seit 2002, wie das Handelsblatt berichtet. In diesem Jahr wurden die Renten um 0,54 Prozent angehoben, zuvor hatte es drei Nullrunden gegeben.
Zunächst müssen aber die gesamtwirtschaftlichen Daten für 2007 vorliegen, dann wird erst die tatsächliche Rentenerhöhung festgelegt. Dies wird im Frühjahr 2008 geschehen. Die positive Rentenprognose ist auf deutlich gestiegene Löhne in der deutschen Wirtschaft zurückzuführen. Für die Berechnung der Rentenanpassung wird die volkswirtschaftliche Lohnsumme um einige Faktoren, etwa Beamtenlöhne und Gehälter von 1-Euro-Jobbern, bereinigt. Ein so bereinigter modifizierter Lohnanstieg müsste sogar zu einer Rentenerhöhung um 2,4 Prozent führen, so die Kieler Volkswirte gegenüber dem „Handelsblatt“.
Da die Zahl der Beitragszahler aufgrund des raschen Abbaus der Arbeitslosigkeit schneller steigt als die Zahl der Rentner, wird sogar der als „Rentenkürzungsfaktor“ verschriene „Nachhaltigkeitsfaktor“ den Berechnungen des Kieler Instituts zufolge die Rente um einen weiteren halben Prozentpunkt erhöhen. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wird der Faktor frühestens 2010 tatsächlich dämpfend wirken.
Die Erhöhung des Rentenbeitrags zu Beginn dieses Jahres sowie die höheren Beiträge zur Riester-Rente dieses Jahr wirken hingegen negativ auf den Rentenanstieg 2008. „Beides zusammen kostet 1,2 Prozentpunkte der Rentenerhöhung“, rechnet IfW-Experte Alfred Boss vor.